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Wasserpflege

Übersicht: Was braucht Wasser?

Die meisten der im Aquarium gepflegten Fische stammen aus tropischen Regionen. Sie benötigen im Aquarium Wasserwerte, die denen ihrer Heimat möglichst nahe kommen. Richtwerte für bestimmte Fischarten sind unter dem Menüpunkt Fischwelt aufgelistet oder beim Zoofachhändler zu erfragen.

Der Aquarianer muss sich mit den wichtigsten Merkmalen des Aquarienwassers und seines Leitungswassers vertraut machen. Mit leicht zu handhabenden Testbestecken können die Parameter der Wasserqualität analysiert werden. Gesamthärte und Karbonathärte werden durch den Untergrund bestimmt, den das Wasser durchläuft. Kalkhaltige Böden härten das Wasser stark auf, während Urgesteinböden weiches Wasser abgeben.
Im Gegensatz zur Gesamthärte wird die Karbonathärte von gelösten Karbonaten bestimmt, die in ionischer Form vorliegen. In der Regel liegt der KH-Wert niedriger als die Gesamthärte. Die Karbonathärte hat eine entscheidende Funktion bei der Pufferung des pH-Wertes.

Der pH-Wert von Leitungswasser liegt bei 7,3 - 7,8, ist also leicht alkalisch. Die meisten Fische benötigen aber eher saures Wasser. Futterreste, Verdauungsprodukte und abgestorbene Organismen belasten das Wasser mit Stickstoffprodukten, die in der ersten Abbaustufe als Ammonium (< pH 7) oder Ammoniak (> pH 7) auftreten. Bakterien, Nitrosomonas, bauen diesen Stoff in Nitrit um. Eine andere Bakterienart, Nitrobacter, wandelt Nitrit in Nitrat um. Ammoniak sowie Nitrit sind giftig und dürfen nur in geringer Konzentration vorkommen. Regelmäßige Wassertests sind dringend zu empfehlen. Nitrat ist neben Ammonium ein hervorragender Pflanzendünger und fördert in vernünftiger Konzentration den Pflanzenwuchs.

Die Pflanzen wiederum erzeugen Sauerstoff. So schließt sich der Kreis im Aquarium, wie er in der Natur seit Millionen von Jahren abläuft, der Nitifikations-Prozess läuft im Aquarienfilter ab, der die notwendigen Besiedlungsoberflächen für die Bakterien bereitstellt.